#MadeInKölle – Spiele gegen Berlin und Augsburg
Von der Ausbildungsarbeit des KEC profitieren nicht nur die Kölner Haie, sondern ganz Eishockey-Deutschland. Aber: Einmal Kölner, immer Kölner! Während der Radioübertragungen von Haimspiel.de legte ich immer viel Wert darauf, auf ehemalige Junghaie in den Reihen der gegnerischen Mannschaften hinzuweisen.
Diese Tradition führe ich in der Rubrik #MadeInKölle fort.
Saison 2026/2027 – Spieltag 3: Kölner Haie VS Eisbären Berlin
Auch am vergangenen Wochenende spielten die Kölner Haie gegen Clubs, in deren Kadern ehemalige Junghaie stehen. Den Anfang machte Frederik Tiffels mit den Eisbären Berlin. In Köln geboren waren die Tiffels Brüder Nachbarn von Leon Draisaitl, so dass sie gemeinsam aufwuchsen. Als Sohn eines KEC-Dauerkarteninhabers war auch Frederik Tiffels als Fan früh beim KEC.
Beide Tiffels-Brüder machten ihre ersten Schritte auf dem Eis in den unteren Nachwuchsmannschaften des KEC. Von da an suchte die Familie konsequent den Weg, den sie für den Besten zur sportlichen Ausbildung der Brüder hielten. Das Training unter Peter Kaczmarek in Krefeld überzeugte seine Eltern, sodass Tiffels früh in den KEV-Nachwuchs wechselte. 2008-2010 spielte Frederik Tiffels wieder für zwei Spielzeiten in der Kölner Schülermannschaft. In der Saison 2008/2009 war er teamintern auf Platz 1 der Scorer – mit einem Punkt Vorsprung auf Leon Draisaitl. Nach 2010 folgte Tiffels seinem Jugendfreund Draisaitl zum Jungadler-Projekt, von wo er in die USA (USHL und NCAA) weiterzog.
Es folgten zwei weitere prägnante „Köln-Momente“, nämlich zunächst die WM 2017 in Köln und Paris, als er als College-Spieler ohne Profivertrag von Marco Sturm in den Kader berufen worden war. Im Gruppenspiel gegen Russland gelang ihm sein erstes WM-Tor. Besonders in Erinnerung blieb dabei das Spiel gegen Lettland. Im letzten Gruppenspiel ging es um den Einzug ins Viertelfinale. Deutschland lag kurz vor Schluss mit 2:3 zurück, ehe Felix Schütz 33 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich erzielte. Nach einer torlosen Verlängerung verwandelte Tiffels den entscheidenden Penalty zum 4:3 vor 18.797 Zuschauern in der ausverkauften LANXESS arena.
Als er danach ins Profi-Eishockey und der Weg zurück nach Deutschland führte, erfolgte der Wechsel zu seinem Heimatclub, den Kölner Haien, wo er drei Spielzeiten verbrachte, bevor er seinen Weg nach München und Berlin einschlug.
Spieltag 4: Augsburger Panther VS Kölner Haie
Das Spiel der Kölner Haie bei den Augsburger Panthern war das erste Auswärtsspiel der Saison 2026/2027 für den KEC – und es hätte das erste Aufeinandertreffen von Maximilian Glötzl mit den Haien in der DEL werden können. Der Schongauer wechselte vor der Saison nach Augsburg, wurde dort bisher jedoch noch nicht eingesetzt.
Glötzl erlernte das Spiel beim EC Peiting und wechselte 2016 bereits im Alter von 14 Jahren nach Köln und somit zum KEC, für den er die nächsten 10 Jahre spielen sollte. Hier entwickelte er sich „vom talentierten Nachwuchsspieler zum DEL-Spieler“ Er zog als junger Spieler in das Sportinternat und spielte ab diesem Zeitpunkt in den Nachwuchsmannschaften des KEC, in denen er früh als „A“ und „C“ Verantwortung trug.
2017/2018, also mit gerade einmal 15 Jahren, erhielt er seine ersten zwei Einsätze in der DNL, also der höchsten deutschen Nachwuchsliga. Seine frühen Einsätze in der DNL zeigen, welchen hohen Stellenwert Glötzl bereits in jungen Jahren im Kölner Nachwuchs hatte. Mit 16 übernahm er bereits eine Führungsrolle und erzielte in der U17 in 21 Spielen 26 Punkte.
Im Mai 2019 statteten die Kölner Haie Glötzl mit einem Profivertrag bis 2021 aus, sodass er mehrere Jahre lang sowohl in der DNL, als auch im Seniorenbereich der DEL2 und DEL Erfahrung sammeln konnte. Mit 18 Jahren debütierte Glötzl in der Saison 2019/2020 für die Haie in der DEL. Ab 2021/2022 wurde in die DEL endgültig zu seinem sportlichen Schwerpunkt.
Auch in den Nachwuchsnationalmannschaften übernahm er zunehmend Verantwortung. Bei der U20-WM 2022 in Edmonton war er als „A“ vorgesehen. Nachdem Kapitän (und ebenfalls Junghai) Luca Münzenberger im Auftaktspiel aber angeschlagen ausfiel, wurde Glötzl sogar zum „C“ bestimmt. Bei der WM bildet er das zweite Verteidigerpärchen mit Simon Gnyp – wiederum ein ehemaliger Junghai.
In der DEL etablierte sich Glötzl als stabiler Stay-at-home-Verteidiger. In sieben Spielzeiten im DEL-Kader der Kölner Haie gelangen ihm ausgeglichene +/- -Werte, wenige Strafzeiten, jedoch kein Tor.
Obwohl sein Vertrag ursprünglich bis 2027 verlängert worden war, einigten sich die Haie und Glötzl im Mai 2026 auf eine Auflösung des Vertrags. Nach zehn Jahren in Köln zog es Glötzl wieder näher an seine bayrische Heimat – nach Augsburg. Dort kam er in dieser Saison alledings noch nicht zum Einsatz – und so fiel auch das Duell mit den Kölner Haien erst einmal aus.
Foto-(C) Andreas & Laura Dick / https://mcfly37.de/


