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KEC erweitert „Team hinter der Bande“ um ehemalige Trainer

Kurz vor dem Einzug der Kölner Haie in die Playoffs der DEL-Saison 2021/2022 und damit dem Erreichen des anvisierten Saisonziels, werden in der Geschäftsstelle in Deutz bereits deutliche Weichen für die Zukunft gestellt. Im Fokus steht hier die Weiterentwicklung der sportlichen Expertise hinter der Bande. 

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+++ Wie ihr richtig erkannt habt, seid ihr auf den April-Scherz 2022 gestoßen! +++
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Die Haimspiel.de-Aprilscherze in der Rückschau:
2019: DEL stellt KI-gestützten „SOOB“-Disziplinarausschuss vor
2018: Die Kölner Haie gehen mit Trikots im NHL-Design in die neue Saison

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„Die Kölner Haie analysieren permanent ihre Arbeit auf und neben dem Eis. Wir haben nun als signifikanten Unterschied erkannt, dass wir im Vergleich zu anderen Top-Clubs der Liga, wie etwa RedBull München oder den Eisbären Berlin, viel zu wenig Men-Power im Trainer-Team haben,“ erklärt KEC-Geschäftsführer Philipp Walter. 

Tatsächlich verfügen die Haie neben Cheftrainer Uwe Krupp lediglich über Clément Jodoin, Ron Pasco und Thomas Brandl als Co-Trainer sowie Ilari Näckl als Torwarttrainer und Arne Greskowiak und Philipp Schmitz als Athletik-Coaches. „Vergleicht man die Anzahl der Trainer mit der der Spieler, lässt sich hier ein klares Missverhältnis erkennen,“ führt Walter weiter aus. 

Um diesem Missstand zu begegnen, aktiviert der KEC ab sofort ehemalige Trainer und Spieler, mit welchen noch gültige Verträge bestehen und will sie gewinnbringend in den „Staff“ integrieren. 

 „Wie nach den turnusmäßigen Freistellungen deutlich kommuniziert, haben wir unsere Trainer stets für extrem qualifiziert gehalten. Der sportliche Erfolg von beispielsweise unserem Ex-Coach Mike Stewart in Wolfsburg (Tabellenplatz 2 in der Liga) zeigt uns, dass wir richtig lagen und nur höhere Gewalt vergleichbare Erfolge in Köln verhindert hat,“ so Walter.

Auslöser für die neue Neubewertung der Expertise ehemaliger Trainer war offenbar die Einstellung von Mike Stewart in Mannheim. Der Branchenprimus setzte auch hier Maßstäbe für die ganze Szene. „Wir mögen den Mannheimer Ansatz. Wir möchten nach unserer Abkehr von unserem Konzept des Einsetzens von im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Nationalspielern oder kreativen Spielern generell, gerne dem Ansatz „Alt ist immer besser“ auch auf der Trainer-Ebene entsprechen.“

„Die Kölner Haie haben sich daher folgerichtig dazu entschlossen, die Spieler und Trainer in den ‚aktiven Dienst‘ zurückzuholen, die bisher bei vollen Bezügen freigestellt waren oder deren Verträge ausgesetzt wurden,“ ergänzt Cheftrainer Uwe Krupp: „Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit!“

Offenbar profitiert der KEC jetzt von der in Köln inzwischen etablierten Praxis, Verträge nicht auszuzahlen oder abzufinden, sondern ab dem Zeitpunkt einer Neueinstellung eines Trainers bei einem anderen Club ruhen zu lassen. 

Mit Niklas Sundblad und Petri Liimatainen kommen nun gleich die beiden Trainer, bei denen diese Praxis erstmals umgesetzt wurden, zurück nach Köln. „Diese Verträge aktivieren wir jetzt wieder. Sie hatten sich zuvor automatisch verlängert, nämlich um die entsprechende Anzahl der Beschäftigungsjahre bei anderen Clubs,“ so Walter. Möglich wurde dies nach der Entlassung in Schwenningen.

Ein Wiedersehen wird es auch mit Cory Clouston geben, der als hauptamtlich die Special-Teams betreuen und dadurch Entlastung im bisherigen Co-Trainer-Team schaffen soll. Als Motivations-Coach und Hauptverantwortlicher für den Bereich „Healthcare“ soll Peter Draisaitl kommen. 

Besonders spannend dürfte die neue Handhabung im Feld der ehemaligen Spieler sein. So ist geplant, dass Daniel Tjärnqvist in einer Doppelfunktion nach Köln zurückkehren und seinen noch bis 2024 laufenden Vertrag weiter erfüllen wird. Tjärnqvist wird als Defensiv-Trainer eine neue Aufgabe übernehmen und nur in Ausnahmefällen auf das Eis zurückkehren, wenn die Kaderdecke dünn ist und sonst auf U20-Nationalspieler zurückgegriffen werden müsste. 

Für den Trainer-Stuff der Haie empfohlen hat sich auch Alexander Sulzer, der durch seine Camps im Umkreis positiv aufgefallen war. Der KEC lässt nun prüfen, ob sich die Dauer von Verletzungen auf die Vertragslaufzeit anrechnen lässt, wodurch sich sein Vertrag bis 2031 verlängern würde.

Auch die Wiedereinstellung des ehemaligen Geschäftsführers Oliver Müller für den Bereich „Mitarbeiterpflege“ wird geprüft. Müllers Vertrag würde noch bis Ende der Saison 2022/2023 laufen.

Federführend für den Prozess ist der Hauptgesellschafter Frank Gotthardt, dem der ungenutzte finanzielle Aufwand für Abfindungen im Sport-Bereich schon lange ein Dorn im Auge ist.

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(C) Foto: Steffen Thaut


2003 habe ich mit Dennis Haimspiel.de gegründet. Bis 2020 berichtete das Haimspiel.de-Team in unzähligen Berichten, Interviews, Liveradio- und Podcast-Sendungen und einem Liveticker von den Kölner Haien. Wir initiierten die "Wir sind Haie!"-Kampagne, deren Logo und T-Shirt ich ebenso gestaltete, wie das Logo des Fanprojekts der Kölner Haie. Meine Staatsexamensarbeit habe ich zum Thema "Eishockey in Deutschland bis 1945" geschrieben und wurde zwei Mal in den Vorstand des Kölner EC "Die Haie" e.V. gewählt. Nach dem Ende von Haimspiel.de schreibe ich nun auf Haieblog.de.

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